Betreuungsgeld 2015

Ob sich beim Betreuungsgeld 2015 etwas ändert, kann zurzeit noch nicht gesagt werden. Das Betreuungsgeld war ein lange umstrittenes Thema im Bundestag.

Mittlerweile hat sich die Schwarz-Rote Koalition geeinigt und das Betreuungsgeld als eine, in Deutschland nicht verankerte, Form eines Erziehungsgehaltes eingeführt. Es dient der Förderung der Familien und soll sich darüber hinaus auch positiv auf die Geburtenrate auswirken, die seit vielen Jahren rückgängig ist. Überdies soll die familiäre Erziehung und das Selbstbestimmungsrecht der Eltern gestärkt werden.

Darüber hinaus verfolgt die Bundesregierung mit der Einführung des Betreuungsgeldes das Ziel, den Eltern eine Wahlmöglichkeit zwischen einer Kindertagesstätte und einer eigenständigen Erziehung zu lassen. Befürworter sehen in einer Verwehrung des Betreuungsgeldes eine Bevormundung in der Erziehung und betrachten die Geldleistung daher als zwingend notwendig.

Betreuungsgeld 2015

Was ist unter dem Betreuungsgeld 2015 zu verstehen?

Es handelt sich hierbei um eine Transferleistung, die dem Kindergeld stark ähnelt. Es wird durch den Staat eine Geldleistung an Mütter und Väter gezahlt, die dem Zwecke der frühkindlichen Erziehung im Elternhaus dient. Dabei muss es sich um eine Vollzeit-Erziehung handeln. Es findet also eine Unterstützung für all diejenigen Eltern statt, die bewusst auf eine Kindertagesstätte verzichten möchten. Insofern wird also ein Ausgleich geschaffen.

Das Betreuungsgeld kann bis zum dritten Geburtstag des Kindes beantragt werden. Auch berufstätige Eltern, die das eigene Kind selbst nicht erziehen können, gibt es die Möglichkeit das Betreuungsgeld zu erhalten. Hierbei können auch die Großeltern die Aufgabe der frühkindlichen Erziehung übernehmen und bekommen die entsprechende Geldleistung. Die gesamte Leistung beläuft sich auf pauschal 100 € im Monat und wurde zum 1. August 2013 eingeführt. Der Anspruch beruht auf der Grundlage von § 16 SGB VIII, in welchem alle Vorschriften für die allgemeine Förderung zu der Erziehung zu finden sind. Aufgrund von inflationären Entwicklungen (Steigerungen des Preisniveaus) und neuen Verhandlungen der Regierung können sich Eltern über das erhöhte Betreuungsgeld, seit 1. August 2014, in Höhe von 150 € freuen.

Man könnte jetzt vermuten das sich das Betreuungsgeld 2015 daher auch erhöhen wird, aber das ist zur Zeit noch nicht vorherzusehen. Weiterhin können sich Eltern unter bestimmten Umständen auch auf einen Bonus in Höhe von 15 € einstellen. Dieser Bonus wird gezahlt, wenn Eltern für ihre Kinder privat vorsorgen. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Bildungssparen, das sowohl für ein Studium als auch für eine spätere Ausbildung verwendet werden kann. Wichtig ist jedoch, dass der Betrag auch zweckgebunden angespart wird. Es ist insofern zwingend erforderlich, dass ein entsprechender Vertrag mit der Bank oder der Versicherung geschlossen wird. Es ist ferner wichtig zu klären, wer Anspruch auf die Transferleistung hat.

Das Betreuungsgeld gilt für alle Eltern, die Kinder unter 3 Jahren haben und die nach dem 31. Juli 2012 geboren worden sind. Sie dürfen darüber hinaus nicht von einer öffentlichen Tagesstätte betreut werden. Es muss in jedem Fall beachtet werden, dass es keine rückwirkenden Ansprüche auf die Geldleistung gibt. Für alle neuen Anträge wurde jedoch beschlossen, dass der Antrag auch bis zu 3 Monaten rückwirkend gestellt werden kann. Insofern entsteht der Rechtsanspruch erst ab der Antragstellung. Eine Zahlung erfolgt zwischen dem 15. und dem 36. Lebensmonat. Es besteht folglich eine maximale Bezugsdauer von 22 Monaten. Dennoch gibt es die Ausnahmeregelung, dass Eltern das Betreuungsgeld auch dann beantragen können, wenn das Kind den 15. Lebensmonat noch nicht vollendet hat, sofern kein Elterngeld mehr gezahlt wird. Selbstverständlich ist diese Transferleistung vollkommen steuerfrei und daher als Nettobetrag anzunehmen.

Sollten sich die Eltern umentscheiden und zu dem Entschluss kommen, dass eine Kindertagesstätte in Anspruch genommen wird, so müssen die Eltern diese Entscheidung der zuständigen Betreuungsgeldstelle umgehend mitteilen. Es kann dann noch im gleichen Monat kein Geld mehr bezogen werden. Der Bezug endet dann folglich in dem Monat, in welchem die Kindertagesstätte das erste Mal besucht wird. Es ist ratsam diese Pflicht auch zu befolgen, da ansonsten unter Umständen ein Strafbestand entsteht, der strafrechtlich verfolgt werden kann. In kleinen Fällen handelt es sich dann um ein Bußgeldverfahren oder eine Ordnungswidrigkeit. Wenn Eltern bereits zum Antragszeitpunkt fest geplant haben, wann das Kind eine Tagesmutter besuchen soll, kann dies bereits auf dem Antragsformular angegeben werden. Der Bezug endet dann automatisch und weitere Verwaltungsaufwand ist hinfällig.

Das Betreuungsgeld wird im jeweiligen Bundesland beantragt, in dem die Familie wohnt. Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder eine Kinderzuschlag erhalten, müssen beim Betreuungsgeld unter Umständen mit Abzügen rechnen. Arbeitslosengeld I hingegen ist grundsätzlich abzugsfrei. Darüber hinaus gibt es auch bei einem Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit oder Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) keine Abzüge. Insofern kann hierbei also das Betreuungsgeld ohne weitere Hürden beantragt werden.

Das Betreuungsgeld kann durchaus für Eltern sinnvoll sein, die einen großen Wert auf die frühkindliche Erziehung nach eigenen Maßstäben setzen und gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. Darüber hinaus belegen viele Studien, dass gerade Kinder in einem geringen Alter die Zuneigung und Nähe ihrer Eltern benötigen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Betreuungsgeld eine gute finanzielle Stütze für Eltern ist, die ihre Kinder in Eigeninitiative erziehen möchten. Durch die Geldleistung werden Eltern darüber hinaus nicht bevormundet und können viele Entscheidungen selbst treffen. Es wird dem Kind die Möglichkeit gegeben im Elternhaus aufzuwachsen und so von den Vorzügen der elterlichen Nähe zu profitieren. Im Moment kann man noch nicht sagen ob sich beim Betreuungsgeld 2015 etwas verändert, aber wenn es soweit ist wird es natürlich rechtzeitig publik gemacht.

Bildquelle:
Bild unten: © panthermedia.net / Randolf Berold

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