Betreuungsgeld 2014

Das Betreuungsgeld 2014 hat sich im Vergleich zu 2013 nur in einer Sache verändert, so wurde die Höhe von 100 €, seit 1. August 2013, auf 150 €, seit 1. August 2014, erhöht. Dies ist von der Regierung in der Form bereits von Anfanf an geplant gewesen.

 

 

Über das Betreuungsgeld 2014

Betreuungsgeld richtet sich an die Familien, die den gesetzlichen Anspruch auf eine Förderung ihres Kindes nicht direkt nach dem ersten Lebensjahr ausschöpfen möchten. Dabei ist der Sinn des Betreuungsgeldes, dass die Familien, die sich zu Hause um ihr Kind kümmern, finanziell darin unterstützt werden und gegenüber denen, die ihr Kind zum Beispiel in einer Tagesstätte unterbringen, während sie ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen, nicht benachteiligt sind. Daher ist das staatliche Betreuungsgeld auch nicht als ein Einkommen zu betrachten und wird damit auch nicht versteuert.

Betreuungsgeld 2014

Da heutzutage ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz besteht, schließt das Betreuungsgeld sozusagen die Lücke für diejenigen Eltern, die ihr Kind lieber zu Hause fördern wollen, es schließt als finanzielle Leistung des Staates unmittelbar an das Elterngeld an. Das Betreuungsgeld ist somit ein Anspruch, den alle Eltern geltend machen können, die ihr Kind nicht in einer Tageseinrichtung unterbringen. Dabei muss das Kind nach dem 1. August 2012 geboren sein.

Wer kann Anspruch auf Betreuungsgeld erheben?

Prinzipiell wird beim Anspruch auf die Leistung nicht dahingehend unterschieden, ob die Eltern zusammenleben, oder ob es sich um alleinerziehende Eltern handelt. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil mit dem Kind zusammen in einem Haushalt lebt, und dass die Eltern (somit auch das Kind) ihren ordentlichen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben.

Es ist dabei unerheblich, ob und in welchem Umfang ein Elternteil oder beide Eltern erwerbstätig sind. Das Betreuungsgeld wird unabhängig davon ausgezahlt. Auch Auszubildende und Studierende haben Anspruch auf die finanzielle Unterstützung. Das Geld ist jedoch nicht vollkommen unabhängig vom Einkommen der Eltern. So gibt es eine Erwerbsgrenze: Handelt es sich um ein Elternpaar, so darf im Kalenderjahr vor der Geburt das zu versteuernde Einkommen der beiden nicht 500.000 € übersteigen. Bei Alleinerziehenden gilt entsprechend die Grenze von 250.000 €.

Das Betreuungsgeld bezieht sich immer auf ein einziges Kind, das bedeutet, dass bei mehreren Kindern, die einen Anspruch auf die Leistung auslösen, auch ein Mehrfaches an Geld ausgezahlt wird. So betrug das Betreuungsgeld 2013 ebenfalls 100 € und 2014 nun 150 € pro weiteres Kind. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass jedes der Kinder einzeln die Voraussetzungen erfüllen muss.

Wie lange darf man Betreuungsgeld 2014 beziehen?

Die maximale Dauer des Bezugs beläuft sich auf 22 Monate. Danach sind keine Ansprüche mehr gültig.

Wie unterscheiden sich Eltern- und Betreuungsgeld?

Elterngeld ist eine Leistung, die praktisch direkt nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden kann. Es ist hierbei nicht möglich, dass Elterngeld und Betreuungsgeld gleichzeitig bezogen werden. Daher schließt die Auszahlung von Betreuungsgeld theoretisch nahtlos an die Auszahlung des Elterngeldes an. Das Elterngeld wird bis zum 14. Lebensmonat des Kinder ausgezahlt und das Betreuungsgeld ab dem 15. Monat über 22 Monate.

An welche Stelle wendet man sich?

Beim Betreuungsgeld handelt es sich um eine bundesgesetzliche Regelung. Das gewährleistet, dass in jedem Bundesland die gleichen Voraussetzungen herrschen. Trotzdem sind die Länder gesetzlich beauftragt, das Geld auszuzahlen. Daher sind die zuständigen Stellen die einzelnen Ministerien der Länder – beispielsweise Ministerium für Soziales, Familienministerium usw.

Ist eine rückwirkende Auszahlung möglich?

Eine Rückwirkende Auszahlung des Betreuungsgeldes ist theoretisch möglich. Diese ist jedoch trotzdem an den Stichtag des ersten August 2012 gekoppelt. Das Betreuungsgeld kann rückwirkend bis zu drei Monate ausgezahlt werden.

Was tun, wenn sich die familiäre Situation ändert?

Eine Änderung der Betreuungssituation kann jedoch Auswirkungen auf die Ansprüche auf Betreuungsgeld haben. Wenn beispielsweise die Zeit der frühkindlichen Betreuung gesplittet wird, sodass im ersten Jahr das Kind zu Hause betreut wird, und danach ein Krippenplatz in Anspruch genommen wird, muss der Betreuungsgeldstelle dies unverzüglich mitgeteilt werden.

Mit der Inanspruchnahme einer frühkindlichen Förderung im Rahmen einer Tagesstätte oder ähnlichem, entfällt nämlich eine wesentliche Voraussetzung für den Anspruch auf das Geld. Daher können im Falle nicht erfolgter Mitteilung an die auszahlende Behörde Rückforderungen entstehen, die von den Eltern gezahlt werden müssen.

Der Bezug des Betreuungsgeldes endet somit mit Ablauf des Lebensmonates des Kindes, während dem der Krippenplatz in Anspruch genommen wurde. Hiermit wird eine faire Verteilung der finanziellen Mittel sichergestellt.

Was passiert mit den sonstigen Transferleistungen?

Unterschieden wird hier zwischen Arbeitslosengeld I und II, sowie der Sozialhilfe und BaföG. Demnach wird das Betreuungsgeld beim Arbeitslosengeld I und BaföG prinzipiell nicht angerechnet – erst ab einer Gesamtsumme von 300 € und mehr.

Bei Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich auch Hartz IV genannt) und Sozialhilfe wird das Betreuungsgeld in voller Höhe angerechnet – es gibt jedoch eine Ausnahme. Wenn das Betreuungsgeld nachweislich dazu verwendet wird, Altersvorsorge für das Kind zu betreiben, wird es nicht angerechnet.

Fazit

Das Betreuungsgeld 2014 hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht sonderlich verändert, außer in einem wichtigen Punkt, nämlich der Höhe. Das Betreuungsgeld ist somit eine Möglichkeit, sein Kind zu Hause zu fördern und in familiärer Umgebung der Entwicklung des Kindes beizuwohnen. Wer Zeit und die Option hat, das Kind in den eigenen vier Wänden zu betreuen, wird durch das Betreuungsgeld vom Staat unterstützt, es bietet Eltern die Möglichkeit, etwas freier zu entscheiden, wie die frühkindliche Förderung aussehen soll.

Mit der Erhöhung des Betreuungsgeldes, seit dem 1. August 2014, möchte der Staat hiermit junge Familien unterstützen und die demografische Entwicklung Deutschlands fördern. Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz und das Betreuungsgeld sollen junge Paare in ihrer Entscheidung bestärken, ein Kind zu bekommen und die bestmögliche frühkindliche Förderung und Entwicklung sicherstellen.

Bildquelle:
Bild mitte: © panthermedia.net / subbotina

Leave a Comment